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Ursula Huber_Welche Farbe hat das Lügen

Ursula Huber, Welche Farbe hat die Lüge?, 42 x 53 x 28 cm, 2012

“Weiße Lüge” ist ursprünglich eine englische Redewendung “white lie”, die wörtlich übersetzt ins Deutsche übernommen wurde. Sinngemäß übersetzt bedeutet sie “fromme Lüge, Notlüge, Schwindelei”. “Weiße Lügen” sind Lügen die als harmlos oder sogar langfristig als nützlich gesehen werden. “Weiße Lügen” werden für das größere Wohl verwendet und sind von einem enormen sozialen Schuldgefühl diktiert. Eine Version der “Weißen Lüge” die häufig verkommt, ist die Notlüge in der wir nur einen Teil oder Bruchteil der Wahrheit sagen, um so nicht der Lüge verdächtigt werden, um etwas zu verbergen, um peinlichen Fragen auszustellen. Wir sagen Tausende von „Weißen Lügen“ in einem Leben, auch der Frommste von uns Menschen, jeden Tag sprechen wir sie aus, sogar mehrmals am Tag. Schon am Morgen wenn wir gefragt werden: “Wie geht es dir?”, antworten wir mit einem reichhaltigen “Mir geht es gut”, obwohl es uns vielleicht gar nicht so gut geht. Nur wenn wir in einer fast miserablen Façon sind, neigen wir dazu zu sagen: “Im Moment nicht so gut”, das ist immer noch eine Lüge, wenn wir die Situation objektiv betrachten. Es sind Notlügen, es sind kleine Lügen des Alltags, die wir uns nicht verbieten lassen möchten und für die keine moralische Verurteilung akzeptieren möchten. Mit den Weißen Lügen des Alltags schützen wir uns vor Eingriffen und Übergriffen unserer Mitmenschen. Sie sind ein wichtiger Abwehrmechanismus und Bestandteil für unser Überleben, auch wenn es immer Lügen sind und bleiben.

Konzept: Hörner – „Teufelshörner“ getarnt mit weißer Farbe. Der Untergrund in tiefem schwarz, wo „nichts wahrnehmbar“, also auch nichts ersichtlich Gutes oder weniger Gutes ist, wo auch unsere „Weißen Lügen“ nicht wahrnehmbar sind. Materialien: Zement, Asphalt, organisches Fundstück präpariert, mit Acrylfarbe übermalt und auf Holz montiert. Masse: 42 x 53 x 28 cm

Italiano

“White Lie”, era in origine un modo di dire inglese, è stato tradotto in italiano con “bugia bianca”. Tradotto in maniera semanticamente corretta invece significa “menzogna di necessità, bugia circostanziale, truffa”. Bugie bianche sono bugie minori che possono essere considerati innocue, o addirittura benefiche a lungo termine. Bugie bianche sono utilizzate per il bene più grande e sono dettate da un enorme senso di colpa sociale. Una versione molto frequente e comune di bugia bianca è quello di raccontare solo una parte della verità, quindi non essere sospettato di mentire, ma anche di nascondere qualcosa, evitando così domande imbarazzanti. Noi diciamo migliaia di ‘bugie bianche’ in una vita, anche il più devoto e pio di noi le dice; le raccontiamo ogni giorno, anche più volte al giorno. Per cominciare, rispondiamo alla domanda mattutina: “Come stai?” con un sontuoso “Sto bene” anche se stiamo piuttosto male. Solo quando siamo in condizioni pressocchè pietose, tendiamo a rispondere: “Al momento non tanto bene”, che è comunque una bugia se guardiamo la situazione con obiettività. “Le bugie bianche” quindi sono piccole bugie della vita di tutti i giorni che non vogliamo mettere al bando e non accettiamo per averle dette alcuna condanna morale. Con le “bugie bianche” abbiamo creato una difesa intellettiva contro le interferenze, differenze e indifferenze dei nostri prossimi, è un meccanismo di difesa importantissimo per la nostra sopravvivenza, ma sono e saranno sempre bugie.

Concetto: Corni – “corna da diavolo” mimetizzati con vernice bianca. Lo sfondo è dipinto con un nero che dalla profondità, dove “nulla è percettibile”, dove non si vede niente, niente di buono ma anche niente di male, dove le nostre “bugie bianche” tendono a scomparire nell’oblio. Materiali: Cemento, asfalto su legno, reperto organico dipinto con colori acrilici e montati su legno Dimensioni: 42 x 53 x 28 cm

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One comment

  1. […] Ich habe sie mit einer meiner letzten Arbeiten aus der Serie EROSION eingetauscht. Zwar mit dem Titel „Welche Farbe hat die Lüge“, doch unterliegt auch diese Arbeit dem Gesamtkonzept der Erosion. In diesem speziellen Falle, Erosion im Sinne des Vergänglichen, des Vergessens, des auf sich beruhen lassen, je kleiner die Lüge, desto eher wird oder kann man sie vergessen.(genaue Beschreibung hier…). […]

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